Bär aktuell – Bild des Monats Mai 2026:
Jürgen Raap, Der afrikanische Engel II, Acryl/Öl auf Leinwand, 2026

Bär aktuell – der einzige Blog, in welchem der Chefredakteur sich selbst interviewt.
Bär aktuell: Herr Bär, Ihr Bild heißt „Der afrikanische Engel“, aber Sie haben eine Stadtansicht von Königswinter gemalt. Von Königswinter ist dort aber nichts zu sehen.
Bär: Jojo. Dat Bild gibt ja nur dat Siebenjebirge wieder, wie et da im Zeitalter des Holozän usjesin hätt. Man sieht ja deutlich, dat do im Hintergrund sieben Berge sin. Damals war dat Stadtjebiet von Königswinter gerade erst zum Bauerwartungsland erklärt worden.
Bär aktuell: Und was ist mit dem afrikanischen Engel?
Bär aktuell: Dat ist dä Herr Schmitz. Dä wollte zum Winterurlaub an einen Ort, wo auch die Könige ihren Winter verbringen. Im Holozän war da aber im Siebenjebirge noch nix, keine Rodelbahn un och söns nix, wie man an däm Bild sieht. Da is dä Erzengel Schmitz widder zurück nach Afrika un erst im nächsten Zeitalter des Pleistozän widder jekomme. Ävver da war do immer noch nix, weil dat Planfeststellungsverfahren noch nit avjeschlossen war. Denn im Bauaufsichtsamt waren se alle wochenlang krank jemeldet, da is do nix passiert. Da musste dä Erzengel Herr Schmitz in freiem Jelände em Zelt üvvernachten un hätt dat Lied jesungen: Do laachste dich kapott, dat nennt mer Camping, wenn im Zelte Mücke un de Hummele doch verjücke, un Du kannst dan nit eraus em Rähn, also im Regen. Un im Pliozän han se do am Drachenfels ne Drachen entdeckt und dä als seltene Tierart, die vom Aussterben bedroht wor, unger Artenschutz jestellt. Deswejen hat sich die Bauvoranfrage für Königswinter noch bis ins Zeitalter des Miozän hinausjezögert.
Bär aktuell: Aber es heißt doch, der Nibelungen-Siegfried hätte den Drachen getötet?
Bär: Jojo, und dann han alle jedacht, jetzt wo dö Drachen dud is, jeht dat endlich mit der Baujenehmigung für Königswinter los. Ävver dat hätt sich noch bis ins Anthropozän hinjetrocke. Da musste nämlich erst noch ein statisches Gutachten für die Drachenhöhle erstellt werden, die se unger Denkmalschutz jestellt han. Un dann jab et für die Drachenhöhle noch strenge Auflagen för dä Brandschutz un för energetische Sanierung. Deswejen hätt dat alles so lange jedauert, bis die Stadt Königswinter endlich bezugsfertig war.
Bär aktuell: Und was ist aus dem afrikanischen Erzengel Herr Schmitz geworden?
Bär: Dä mäht jetzt Winterurlaub in China. Do han se paar Goldmünzen en dä Jangtsekiang-Fluss jeschmissen un behauptet, dat wär dat Rheinjold vun denne Nibelungen, un innerhalb von drei Wochen han se am Fuße von sieben Bergen eine komplette Stadt namens 科尼希斯溫特 jebaut. Üvversetzt heißt dat „Königswinter“. Da jibt et sojar ne Eiskanal zum Bobfahren, ne Schlittschuhverleih, üvverall Schneekanonen un rund um die Uhr ne Skilift rauf zum chinesischen Drachenfels und oben om Berg ´ne Skihütte im österreichischen Alm-Stil für Aprés Ski-Parties mit einem phantastischen Blick auf den Nachbarort 巴德·希翁內夫 : Üvversetzt heißt dieser Ort Bad Honnef.
Bär aktuell: Herr Bär, da haben Sie uns ja wieder einen herrlichen Blödsinn erzählt!
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Veganer-Witz zum Mitdenken Fragt ein Veganer im Café: „Haben Sie auch Hafermilch?“ – Darauf der Kellner: „Nein, bei uns weiß auch keiner, wie man Hafer melkt.“
Oh Zeiten, oh Sitten Warum darf man in Frankreich Gabeln nicht mit den Zinken nach oben hinlegen? Früher waren auf der Rückseite der Griffe Wappen angebracht, die sichtbar sein sollten, aber darum kümmert sich in den heutigen Zeiten von Fingerfood, matschigen Papptellern und schnöden Plastikgabeln keiner mehr. Stil, Sitte und Anstand seien auch bei der FDP verloren gegangen, beklagte sich kürzlich die CDU, seit nämlich Wolfgang Kubicki, die „letzte Patrone“ der götterdämmernden Liberalen, den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz als „Eierarsch“ schmähte und damit den Eindruck erweckte, die FDP habe sich von der einstigen großbürgerlichen Honoratiorenpartei, in der es zu den Zeiten des öligen Vorsitzenden Erich Mende immer ziemlich Etepetete zuging, zu einem Rabaukenverein gewandelt. Nicht jedem ist es vergönnt, in Würde zu altern, möchte Herr Bär da dem verbalen Raufbold Kubicki zurufen, wiewohl dieser nach wie vor einen großen Unterhaltungswert hat, anders als die glücklose Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, die es sich laut „Der Spiegel“ gefallen lassen muss, innerhalb der CDU lediglich als ein „Maskottchen der Marktwirtschaft“ zu gelten.
Bär invest Jetzt auch Geldanlagetipps in „bär aktuell“. Hohe Inflationsraten beflügeln eine Flucht in Sachwerte. Angesichts der aktuell hohen Benzinpreise ist aber davon abzuraten, seinen Sparstrumpf in gefüllten Benzinkanistern anzulegen und sich diese in die Garage zu stellen, es sei denn, man ist doof genug für so etwas. Gemälde hingegen stellen einen bleibenden Wert dar, und die Werke eines gewissen Herrn Bär sind in dieser Hinsicht besonders empfehlenswert. Und wenn Sie zum Rauchen nach draußen gehen: Zünden Sie Ihre Zigarette nicht in der Garage an.
Essen und Trinken mit Herrn Bär
Taiwan-Küche Ein Land wie China, das sich von seiner Nordgrenze zu Sibirien (breitengradmäßig etwa auf der Höhe von Schleswig-Holstein) bis zur Südgrenze zu Vietnam (kartografisch auf der Höhe von Südägypten) erstreckt, weist eine Vielfalt von Regionalküchen in Szechuan, Kanton, Shanghai, Peking oder Hongkong auf. Mehr als anderswo ist die Küchentradition von Taiwan auch durch japanische und austronesische Einflüsse oder jene der einheimischen Han-Ethnien bestimmt. Unter dem Einfluss des Buddhismus wurde Rindfleisch früher auf Taiwan eher gemieden; stattdessen bilden Schwein, Huhn und Fisch die kulinarische Basis. Dabei sind Knoblauch und Ingwer Hauptgewürze. Fischfilets, Jakobsmuscheln oder Garnelen ohne Schalen mariniert Herr Bär in japanischem Reisessig Mirin, brät sie dann zusammen mit Lauchzwiebeln an, gibt ein Gemisch aus Knoblauch, geriebenem Ingwer und Chili (wahlweise auch Sambal-Oelekpaste) hinzu, lässt das Ganze bei Fisch etwas länger, bei Krustentieren und Muscheln kürzer ziehen, und reicht dies abgeschmeckt mit Sojasauce zusammen mit Reis und Sojabohnengemüse.